„TWIN-IMPLANT-DI-GIULIO“ -METHODE


Es handelt sich um eine Implantationsmethode, die es erlaubt durch neuste Technologien wie die Titanfusion, Stereolithografie und Knochenbildende Substanzen, das Problem der fehlenden Zähne zu lösen, bei dem größere Knochenmängel bestehen (dünner, atrophierter, hohler Oberkiefer, wo kein Sinuslift möglich ist).


Bildung des Implantats: Aus einem Kieferabdruck (CT-Scan) wird ein stereolithografisches Modell des Kieferknochens des Patienten angefertigt. Dieses Modell zeigt die Dicken des Knochens und vor allen Dingen die Unebenheiten (Vorsprünge oder Vertiefungen) der Oberfläche. Die Vorsprünge und Vertiefungen bestimmen die sofortige Verankerung des Implantats und erlauben somit die erste Blockierung auf dem Knochen. Dies wird vom Implantologen mit äußerster Präzision am stereolithografischen Modell konzipiert und besteht aus zwei parallel stehenden Barren, die durch Stäbe, auf welche die fertige Prothese kommt, miteinander verbunden werden. Gegossen aus Titan, röntgenologisch überprüft und schließlich sterilisiert, ist es fertig zum Einsetzen außen auf den Knochen.

Anbringung des Implantats: Zunächst wird das Zahnfleisch geöffnet, das Implantat an der richtigen Stelle angebracht, am Knochen befestigt und durch Knochenbildende Substanz verdeckt; danach wird das Zahnfleisch zugenäht. Der Eingriff ist kurz und erfordert keine Aufbohrung des Kieferknochens. Dafür sind eine örtliche Betäubung und eine intravenöse Sedierung ausreichend. Somit erhält der Patient das Gefühl der Leichtigkeit und des Wohlbefindens.

Gebrauch des Implantats: Direkt nach dem Einsetzen: Zunächst durch ein Provisorium; nach 20 – 30 Tagen durch eine endgültige Prothese.

Sofortige Befestigung und endgültige Stabilisierung des Implantats:Sofortige Befestigung des Implantats ist durch die millimetergenaue Anbringung der beiden aneinander gekoppelten Barren gegeben, die unmittelbar an den Vorsprüngen und Vertiefungen des Knochenkamms verankert werden. Die Verbindung der beiden Barren wird während des Eingriffs durchgeführt. Die Barren sind vorher getrennt um die Überwindung der Vorsprünge und der Vertiefungen auf der Knochenoberfläche zu gewährleisten (erste technische oder mechanische Befestigung). Die endgültige Fassung (zweite biologische Befestigung) wird durch die neue Knochenbildung gesichert, induziert durch die Knochenbildende Substanz, die während des Eingriffs darauf geschichtet wird.

Entlastung der Kaukräfte: Die Implantatbarren, bestehend aus Titan, beinhalten Ringe, nicht nur um die Struktur zu erleichtern, sondern auch die Stabilität durch die neue Knochenbildung in den Hohlräumen zu stärken. Im Oberkiefer imitieren die zwei gegenüber liegenden Barren (interner und externer) auf perfekte Weise die Verzweigung der drei Backenzahnwurzeln, mit dem Ziel, die Kaubelastung der gegenüberliegenden Zähne mit höherer Kraft zu unterstützen. Die Eigenschaften der Barren (parallel, gegenüberliegend und gekoppelt) erlauben eine gleichmäßige Kaukraftentlastung auf der gesamten Oberfläche wie bei natürlichen Zähnen, ganz gleich ob es sich um ein Ganz- oder ein Teilimplantat handelt.

Nachprüfung am stereolithografischen Modell: Da das Twin auf dem Knochenkamm und nicht im Knochenkamm angebracht wird, hat der Implantologe die Möglichkeit es am stereolithografischen Modell, das die Anatomie des Knochens genau reproduziert, zu testen. So kann man die richtige Verbindung zwischen dem Implantat und dem Modell feststellen. Diese allgemeine Probe wird, vor dem Eingriff im Mundraum, vorgenommen. Das bedeutet, dass der eigentliche Eingriff an sich nur aus dem Positionieren eines perfekten Implantats am Kieferknochen des Patienten besteht. Die Kontrollprobe durchläuft verschiedene Phasen:

  1. Das Positionieren und Zusammensetzen der beiden Barren (des internen und externen) am stereolithografischen Modell, und die Prüfung der exakten Verbindung;
  2. Röntgenaufnahme zur Feststellung der Integrität der Titanfusion;
  3. Kontrolle der einwandfreien Koppelung der Stäbe als Stütze der Prothese;
  4. Kontrolle der Genauigkeit der Montagekronen auf den Stäben;
  5. 5 Extraktionsproben um die Wirksamkeit der primären Befestigung zu testen, sowie vertikale und horizontale Kompressionsproben um die Kaubelastung zu kontrollieren, welche gleichmäßig auf den beiden Barren verteilt sein soll.

Knochenbildende Substanzen: Werden unter Anderem auch für den Sinuslift gebraucht, sowie zur Ausfüllung der Zystenhöhlen und bei Parodontitiseingriffen. Bei einer Sinuselevation werden die oben genannten Substanzen nach dem Öffnen des Zahnfleisches eingeführt, dagegen wird das „Twin-Implant Di Giulio“ auf die intakten Kieferstellen angebracht. Durch diese Methode werden die dünnen Knochenwände verstärkt, wodurch eine ästhetische Verbesserung der Zähne und des Gesichtes erfolgt.

Kontrolle des Knochenwachstums: Der Zuwachs der Knochen durch die Knochenbildende Substanz kann durch eine neue CT- Probe und durch ein darauf folgendes stereolithografisches Modell getestet werden.

Schutz der Zahnfleischfaserschleimhaut: Durch die Anbringung der Knochenbildenden Substanz haftet die Schleimhaut nicht direkt am metallischen Implantat, sondern auf der Knochenbildenden Substanz selbst. Diese bildet eine Trennwand und schützt das Implantat, das auf dem Kieferknochen befestigt wird, vor dem Eindringen der Bakterien. Somit wird die Zahnfleischfaserschleimhaut vom direkten Kontakt zum Implantat isoliert.

Das „Twin-Implant-Di-Giulio“ als Alternative zum endostalen Zahnimplantat, auch beim Misserfolg: Falls eine oder mehrere Schrauben sich nicht im Knochen osseointegrieren, wird das „Twin-Implant“ aus Titan so konstruiert, dass es auch in den von Schrauben zurückgelassenen Holhräumen, eingesetzt werden kann. Im ersten Falle soll der Knochen des Patienten die Osseo-Integration einleiten. Diese Aktivierung kann auch ausbleiben und es kann zum Abstoßen der Schrauben kommen. Hierbei ist es ratsam eine Wartezeit vor der Verwendung der Schrauben einzuräumen. Im zweiten Falle erfolgt die Integration des Implantats im Knochen durch die Knochenbildenden Substanzen . Da die Substanzen den Prozess der Neubildung des Kieferknochens begünstigen, werden diese in allen Fällen genutzt in denen der Aufbau der Knochenmasse von Nöten ist.



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